Schulvertrag

Prof. Dr. med. Joachim Bauer, Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut fordert in seinem Buch „Lob der Schule“ ein Bündnis zwischen Eltern und Schule. Dafür schlägt er den nachstehenden „Schulvertrag“ vor. 

Wir wollen diesen Schulvertrag als Anregung verstanden wissen. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg.

Zehn Regeln, die Schule, Schüler und Eltern bei Schuleintritt verbindlich (mit Unterschrift) vereinbaren sollten:

  • Verhaltensgrundregeln in der Schule sind Respekt, Verzicht auf Gewaltandrohungen und auf Gewalt.
  • Respekt, Verzicht auf Gewaltandrohungen und Gewalt gelten auch zu Hause.
  • Schulleitung und Lehrkräfte verpflichten sich, Schüler in jeder Hinsicht zu fördern und zu unterstützen und mit deren Eltern zusammenzuarbeiten.
  • Eltern verpflichten sich, bei Elternabenden zu erscheinen.
  • Schüler/innen haben vor Unterrichtsbeginn zu Hause gefrühstückt (ohne morgendlichen TV-Konsum).
  • Eltern nehmen an jedem Schultag mindestens eine gemeinsame Mahlzeit mit ihrem Kind/ihren Kindern ein.
  • Schüler/innen sollten vor Schultagen mindestens sieben Stunden (Kinder unter zehn Jahren mindestens acht bis neun Stunden) geschlafen haben.
  • Eltern sprechen an Schultagen mit ihrem Sohn/ihrer Tochter mindestens einmal täglich darüber, wie es ihm/ihr in der Schule ergangen ist, womit er/sie sich beschäftigt, ob er/sie gut zurechtkommt oder ob Schwierigkeiten aufgetreten sind.
  • Schüler/innen unter zwölf Jahren sollten zu Hause in ihrem Zimmer keinen eigenen Internetanschluss und keinen eigenen Fernseher haben. Mit über Zwölfjährigen sprechen Eltern darüber, wie lange diese – vor Schultagen – abends in ihrem Zimmer noch auf sind.
  • Eltern erkundigen sich bei ihrem Kind und sprechen mit ihm darüber, was es in Medien (TV, Videos, PC-Spiele) sieht und spielt. Sie lassen sich alle Spiele, die ihr Kind spielt, entweder von diesem selbst oder von Dritten zeigen und bleiben mit ihm in ständigem Gespräch über diese Produkte.


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