Erasmus-Schüler in Friedberg

Erasmus-Projekt: Schülerinnen und Schüler aus europäischen Ländern arbeiten gemeinsam an der Konradin-Realschule am Projekt „The planet needs you – facts, activities and hope“.

Nachdem im letzten Schuljahr Schülerinnen und Schüler der Konradin-Realschule Dänemark, Spanien und Island besuchten, fungierten sie kürzlich als Gastgeber. Die jungen Europäer verbrachten eine Woche in Friedberg und waren in Gastfamilien untergebracht.
Nach der Begrüßung durch Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann, der die Bedeutung des Zusammentreffens junger Menschen in Europa hervorhob, tauschten sich zu Beginn der Woche die Projektteilnehmerinnen und –teilnehmer in Form von Präsentationen in englischer Sprache über ihre Arbeit aus.
Das Wassermanagement-System der UNESCO-Welterbestadt Augsburg, das der Gruppe nähergebracht werden konnte, ist gerade im Hinblick auf das Projektthema von Bedeutung.
Auch der Besuch von München stand auf dem Programm. Das Museum Mensch und Natur in München bot viele Einblicke zu Thema Klimawandel.
Wie sehr sich der Anstieg der Temperaturen auf die bayerischen Gletscher auswirkt, sollte direkt auf der Zugspitze erkundet werden. Nur noch vier von ursprünglich fünf bayerischen Gletschern werden als solche anerkannt.
Auf der Zugspitze
Im Rahmen diverser Workshops an der Konradin-Realschule gewannen die Projektteilnehmer unter anderem Eindrücke, wie man sein Leben nachhaltig gestalten kann: Wie ist ein Bienenstock aufgebaut und wie schmeckt unser Honig - es gibt eine Imker-AG an der Konradin-Realschule? Wie stellt man selbst Bienenwachstücher her, um den Gebrauch von Plastik zu reduzieren? Welche Formen der alternativen Energiegewinnung gibt es? Wie kann man anhand von persönlichen Beobachtungen und Messungen das Klima observieren und dabei eine Veränderung während der letzten Jahre und Jahrzehnte feststellen?
Zum Abschluss der Projektwoche pflanzte die Gruppe auf dem Gelände der Schule eine Winterlinde, die sowohl an die Woche erinnern als auch das Ökosystem positiv beeinflussen sollte.
Einpflanzen der Winterlinde
Wegen ihrer großen Resistenz gegenüber Trockenheit und höheren Temperaturen wird die Winterlinde in unserer Gegend in Anpassung an den Klimawandel weiter an Bedeutung gewinnen.
Eine gesellige Abschluss-Party rundete die Veranstaltung ab, in deren Rahmen die Teilnehmer gewiss viele interessante Erfahrungen machen konnten.